Cannabis - Urteil

BVerwG ändert Rechtssprechung bei Cannabis-Konsum

Dieses Urteil ist nicht neu aber immer noch brandaktuell. Das Bundesverwaltungsgericht hat am 11.04.2019 entschieden, dass eine einmalige Fahrt unter (nur) Cannabis-Einfluss nicht mehr zwingend einen Führerscheinentzug bedeutet. Auch wenn deine aktiven THC-Werte höher als 1,0 ng waren.

Das bedeutet, die Fahrerlaubnis wird nicht mehr sofort entzogen, sondern die Behörde muss eine angemessene Frist setzen zur Beibringung eines MPU-Gutachtens. Es kann sein, dass du einige Monate nach der Fahrt nichts von der Führerscheinstelle hörst. In der Regel kommt aber nach 2 bis 7 Monaten der Brief mit der Anordnung der MPU. Deshalb beginne am besten nach der Fahrt mit deiner Abstinenz und kümmere dich um die Vorbereitung. Dann kannst du wichtige Monate sparen. Du wirst quasi schon aktiv, bevor es die Behörde wird. Wenn es gut läuft, dann gibst du den Führerschein nur für 4 Wochen ab, da eine Fahrt mit THC nur eine Ordnungswidrigkeit ist.