Eine MPU wegen körperlichen oder geistigen Handicaps kann verunsichern – muss sie aber nicht. Bei MPU Schlich Bonn erfährst du, wann diese Art der medizinisch-psychologischen Untersuchung angeordnet wird, was sie bedeutet und wie du dich gezielt vorbereiten kannst. Mit fachlicher Kompetenz, psychologischer Tiefe und echter Menschlichkeit begleite ich dich respektvoll durch den gesamten Prozess.
Wann wird eine MPU wegen körperlicher oder geistiger Einschränkungen angeordnet?
Eine medizinisch-psychologische Untersuchung wird von der Fahrerlaubnisbehörde angeordnet, wenn Zweifel an deiner Fahreignung bestehen – zum Beispiel aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Erkrankung oder wegen der Einnahme bestimmter Medikamente. Die Behörde stützt sich dabei auf § 11 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV), der regelt, dass jede Erkrankung oder Beeinträchtigung, die die Verkehrssicherheit gefährden könnte, überprüft werden darf.
Beispiele für häufige Anlässe sind:
ADHS oder andere Aufmerksamkeitsstörungen
Depressionen oder Angststörungen
Epilepsie oder neurologische Erkrankungen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Diabetes mit Schwankungen des Blutzuckers
Sehbeeinträchtigungen oder motorische Einschränkungen
Wie oft wird eine medizinisch-psychologische Untersuchung mit dieser Fragestellung angeordnet
Zu einer MPU wegen körperlichen und geistigen Handicaps kommt es bei unter 1 Prozent der Gesamtbegutachtungen.
MPU Untersuchungsanlässe in 2022 (Quelle Bast 2023)
Ärztliches Gutachten oder MPU – was gilt in deinem Fall?
Nicht in jedem Fall ist sofort eine MPU erforderlich. Manchmal genügt ein ärztliches Gutachten, um die Zweifel der Behörde auszuräumen. Entscheidend ist die Art, Schwere und Stabilität deiner Erkrankung sowie, ob du deine Fahreignung durch Therapie, Medikation oder stabile Lebensführung nachweisen kannst. MPU Schlich Bonn unterstützt dich dabei, den Unterschied richtig einzuordnen und deine Unterlagen gezielt vorzubereiten. Eine gute Abstimmung zwischen Hausärzten, Fachärzten und deiner MPU-Beratung ist entscheidend – insbesondere, wenn du Medikamente einnimmst oder eine psychische Diagnose hast. Weiterführend hilft dir der Artikel: Ablauf MPU-Vorbereitung.
Häufige Gründe für eine MPU wegen körperlichen oder geistigen Handicaps
Körperliche Handicaps
Hierzu zählen Erkrankungen oder körperliche Einschränkungen, die sich auf Reaktionsfähigkeit, Wahrnehmung oder Belastbarkeit auswirken können, etwa:
Herzinfarkt, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen
Epilepsie, Schlaganfall, Multiple Sklerose
Diabetes mellitus mit Unterzuckerungsgefahr
Sehstörungen oder Einschränkungen des Bewegungsapparats
Ziel der MPU ist hier der Nachweis, dass du dein Risiko durch Behandlung, Schulung oder Kompensation stabil kontrollierst.
Geistige Handicaps
Auch geistige oder neurokognitive Einschränkungen können überprüft werden, etwa:
Lernbehinderung oder Entwicklungsstörungen
Schädel-Hirn-Trauma oder neurodegenerative Erkrankungen
Gedächtnisprobleme, Konzentrationsstörungen
Hier liegt der Fokus auf der Selbsteinschätzung und Orientierung im Verkehr, nicht auf Leistungsdruck.
Psychische Handicaps
Besonders häufig geht es um psychische Erkrankungen oder Medikamente, die die Fahreignung beeinflussen könnten:
(Drogeninduzierte) Psychosen oder paranoide Muster
Emotionale Instabilität
Einnahme von Psychopharmaka
Auch hier gilt: Die MPU dient nicht der Stigmatisierung, sondern soll zeigen, dass du stabil und verantwortungsbewusst bist. Lies weiter: MPU trotz Dauermedikation
Wie läuft die MPU wegen körperlichen oder geistigen Handicaps ab?
Die Begutachtung besteht in der Regel aus drei Teilen:
Medizinischer Teil – Untersuchung deiner Erkrankung und ggf. Medikamentenspiegel.
Leistungstest – Anpassung an individuelle Fähigkeiten (Reaktion, Wahrnehmung, Belastung).
Psychologisches Gespräch – Reflektiertes Verständnis deiner Situation und deines Umgangs mit der Erkrankung.
Bei MPU Schlich Bonn bereiten ich dich gezielt auf diese Fragen vor – mit psychosozialer Expertise, viel Erfahrung im Umgang mit dem Untersuchungsanlass chronische Erkrankungen und einer traumasensiblen, respektvollen Haltung.
Auf der Seite Ablauf der MPU kannst du dieses Thema ganz genau nachlesen.
Wie kommt die Fahrerlaubnisbehörde an deine Informationen?
In vielen Fällen stammen die Hinweise von Polizei, Ärzten oder Kliniken, z. B. bei Notfällen, Einweisungen nach dem PsychKG oder auffälligen Verkehrssituationen. Die Weiterleitung an die Fahrerlaubnisbehörde erfolgt auf Grundlage gesetzlicher Vorschriften (§ 2 StVG i.V.m. § 11 FeV). Wichtig: Die Schweigepflicht wird dadurch nicht aufgehoben. Die Behörde erhält nur jene Informationen, die relevant sind, um deine Fahreignung zu prüfen – nicht deine gesamte Krankengeschichte.
Deine Chancen bei der MPU – realistisch & menschlich
Mit professioneller Vorbereitung stehen die Chancen sehr gut, die MPU zu bestehen – auch mit einer psychischen oder körperlichen Beeinträchtigung. Erfahrungsgemäß sind Selbstreflexion, Stabilität und klare Kommunikation entscheidend.
Bei MPU Schlich Bonn wirst du individuell begleitet:
Unterstützung darin, deine Erkrankung oder Einschränkung kompetent und selbstbewusst zu erklären.
Entwicklung von Strategien, um Zweifel der Gutachter auszuräumen.
Du erhältst ehrliches Feedback und praxisnahe Vorbereitungsgespräche. „Kompetent, klar, empathisch – und nie belehrend.“
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Lass uns deine Situation besprechen und gemeinsam deinen Weg zur Fahreignung planen.
Wenn die Erkrankung oder ihre Behandlung Einfluss auf die Verkehrssicherheit haben kann (z. B. Depression, ADHS, Psychosen). Die Entscheidung trifft die Fahrerlaubnisbehörde nach Aktenlage (§ 11 FeV).
Seit 2005 begleitet MPU Schlich Bonn Menschen mit psychischen, körperlichen oder sozialen Belastungen auf ihrem Weg zur erfolgreichen MPU. Ich arbeite fachlich fundiert, traumasensibel und fair – ohne Druck, aber mit klarer Struktur. Mein Ansatz:
Erfahrung aus über 20 Jahren psychosozialer Beratung
Spezialisierung auf komplexe Fälle (Medikation, psychische Erkrankung, chronische Leiden)
damit du deine MPU mit Sicherheit, Würde und Vertrauen bestehst.
Quellen & Verweise
Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), Begutachtungsstatistik 2023, Bergisch Gladbach.
Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) § 11 – Eignung und bedingte Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen.
Straßenverkehrsgesetz (StVG) § 2 – Eignung, Prüfung, Erteilung der Fahrerlaubnis.
Deutsche Gesellschaft für Verkehrsmedizin (DGVM) und Deutsche Gesellschaft für Verkehrspsychologie (DGVP): Leitlinien für die verkehrspsychologische Begutachtung (2022).