MPU wegen Drogen?

Einfacher, als du denkst!

MPU wegen Drogen und Medikamenten? Was du jetzt wissen musst!

Du bist mit Drogen oder Medikamentenkonsum im Straßenverkehr aufgefallen? Du hattest eine Hausdurchsuchung oder bist anderweitig, außerhalb des Straßenverkehrs, mit Betäubungsmitteln aufgefallen und weißt nicht genau, was jetzt auf dich zukommt? Manchmal folgt gar keine MPU-Anordnung. Doch schau selber: Ich gebe dir hier 9 wichtige Informationen über die MPU-Anordnung wegen Drogen und 2 hilfreiche Tools für deine Vorbereitung.

Inhalt der Seite

Cannabis-Konsum bedeutet nicht zwangsläufig eine MPU-Anordnung

Bei allen Substanzen, außer ggf. Cannabis kommst du meist nicht um eine MPU wegen Drogen und Medikamenten herum. Bei Cannabis-Konsum gibt es (nur für Ersttäter) die Ausnahme, dass der Grenzwert für die Anordnung einer Cannabis-MPU bei aktiven THC bei 1,0 ng/ml Blut liegt. Erst dann tritt eine Fahruntüchtigkeit ein. 

Das heißt, wenn bei einem Drogentest kein aktives THC im Blut war oder nicht mehr als 0,9 ng/ml aktives THC nachgewiesen wurde, dann wird normalerweise keine MPU angeordnet sondern ein fachärztliches Gutachten oder ein einmaliges toxikologisches Gutachten. 

Darin liegt eine große Chance, eine MPU wegen Drogen noch zu vermeiden. 

TIPP: Stelle deshalb nach dem Delikt deinen Konsum ein, damit du bei dem toxikologischen- oder fachärztlichen Gutachten schon negativ bzw. drogenfrei bist. 

Kann eine MPU wegen Cannabis angeordnet werden, obwohl du gar keinen Führerschein besitzt?

Eine Cannabis-MPU bzw. MPU wegen Drogen und Medikamenten wird auch angeordnet, wenn du ohne Auto mit Drogen aufgefallen bist. Beispielsweise, wenn es zu einer Verurteilung wegen Betäubungsmittel-Erwerb oder -Handel gekommen ist. 

Sogar dann, wenn du noch nie einen Führerschein hattest. Erst später, wenn du bei der Behörde einen Antrag auf Ersterteilung der Fahrerlaubnis stellst, wird die Eignungsüberprüfung von dir erwartet und ein medizinisch psychologisches Gutachten angefordert.

 

MPU trotz Rezept

Wann solltest du den Konsum einstellen?

Ein Btm-Verstoß, außerhalb des Straßenverkehrs, wird vonseiten der Polizei eingestellt, weil es eine Ordnungswidrigkeit ist. Die Polizei ist aber verpflichtet, die Fahrerlaubnisbehörde darüber zu informieren. Wenn der Behörde Hinweise vorliegen, dass außerhalb des Straßenverkehrs gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen wurde, wird ein einmaliges toxikologisches- oder fachärztliches Gutachten bzw. eine MPU angeordnet. 

 

Manchmal dauert es ein paar Wochen oder Monate, bis der Brief kommt – aber er wird zu 98% kommen!

Wenn du bei der Anordnung des Toxikologisches Gutachtens noch positiv bist, dann wird in Folge eine MPU angeordnet und du hast die Chance vertan.

Informiere dich hier über Nachweisgrenzen der Substanzen, denn je schneller du deinen Konsum einstellst, desto einfacher kannst du nachweisen, dass du geeignet bist am Straßenverkehr teilzunehmen.

 

Mitteilungspflicht an die Fahrerlaubnisbehörde

Nach Nr. 45 Abs. 2 der Anordnung über die Mitteilungen in Strafsachen (MiStra) besteht eine Mitteilungspflicht der Staatsanwaltschaft im Hinblick auf Tatsachen, die in einem Strafverfahren bekannt werden, ob der Fahrerlaubnisinhaber zum Führen von Kraftfahrzeugen ungeeignet ist. Die MiStra-Anordnung ist weich formuliert, so dass die Staatsanwaltschaft einen Spielraum hat, ob sie den Sachverhalt für mitteilungswürdig hält. So wird eine Mitteilung nicht immer vorgenommen.

 

Gemäß § 2 Abs. 12 Straßenverkehrsgesetz (StVG) muss auch die Polizei der Fahrerlaubnisbehörde Meldung über Tatsachen machen, die auf einen nicht nur vorübergehenden Mangel einer Person hinsichtlich der Eignung oder Befähigung zum Führen von Kraftfahrzeugen schließen lassen. Die Polizei unterlässt diese Meldung häufig, wenn sie davon ausgehen kann, dass die Staatsanwaltschaft Maßnahmen zur vorläufigen Entziehung der Fahrerlaubnis nach § 111 a StPO beantragt, was dann der Fall ist, wenn dringende Gründe für die Annahme vorhanden sind, dass die Fahrerlaubnis (endgültig) entzogen wird.

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Wann kommt der Entzug der Fahrerlaubnis?

Wenn du nicht das Glück hattest, mit einem toxikologischen oder fachärztlichen Gutachten davongekommen zu sein, dann kommt jetzt die MPU auf dich zu. Die Führerscheinsperre beträgt nur vier Wochen, weil es sich um eine Ordnungswidrigkeit handelt.

Nach Ablauf der Sperre erhältst du deine Fahrerlaubnis nicht automatisch zurück, sondern du musst einen Antrag auf Neuerteilung der Fahrerlaubnis stellen. Erst wenn dieser Antrag beschieden wurde, wird deine MPU von der Behörde angeordnet. 

 

Du siehst bis zu dem Zeitpunkt, an dem du endlich Klarheit darüber erhältst, ob du eine MPU machen musst oder nicht, vergeht ordentlich Zeit und kann einiges schief laufen. Wenn du dich aktuell in so einer Situation befindest, ruf mich an. Ich kann dir Klarheit geben.

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Warum noch länger warten?

Wie lange musst du Drogenabstinenz nachweisen?

Wenn dein Führerschein bereits entzogen wurde, dann ist es jetzt spätestens an der Zeit dich um deine Abstinenz zu kümmern. Bei allen Fahrten ab 1,0 ng/ml aktivem THC wird ein Abstinenznachweis von 6 oder 12 Monaten gefordert. 

Welcher Zeitraum bei dir der richtige ist, hängt ab von deinem Alter, ob du Ersttäter bist, Mischkonsum vorlag, wie hoch die aktiven und passiven Werte bei der Fahrt waren und wie dein Konsummuster vor dem Delikt war. 

 

Sobald andere Drogen (z.B. Amphetamin, MDMA, Kokain/Benzoylecgonin, Opium, LSD, Legal High etc.) mit im Spiel waren, musst du mit einer Abstinenzdauer von 12 Monaten rechnen. 

Ob das Screening über Urinkontrollen oder Kopfhaar laufen soll, kannst du frei entscheiden. Wenn Kokain im Spiel war, rate ich ggf. von Haarproben ab.

Prüfe die Dauer deiner Abstinenz im Vorfeld gut. 

 

Ohne ausreichenden Abstinenznachweis, kannst du eine MPU wegen Drogen und Medikamenten nicht bestehen. Selbst, wenn du im psychologischen Gespräch ansonsten überzeugst. Du kannst deine Abstinenz in jedem nach CTU-Kriterien akkreditierten Labor machen – in Bonn oder in allen anderen Städten. 

Bist du dir unsicher, was jetzt die richtigen Schritte sind?
Du kannst eine MPU-Beratung oder eine MPU-Vorbereitung für deine MPU wegen Drogen in deiner Nähe in Bonn oder bequem online machen! Bei der Online-Variante buchst du nur die Tools, die du aktuell benötigst, um alles gut zu planen. Gehe Schritt für Schritt!
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Es ist wichtig, dass du den Start deiner Vorbereitungen richtig planst. Ich unterstütze dich dabei. Der MPU-Fahrplan beinhaltet alle Fakten, die du für ein positives MPU-Gutachten beachten musst.

Falls bei dir Cannabis ärztlich verordnet wurde, kann es sein, dass ein fachärztliches Gutachten (kleine MPU ohne psychologischen Teil) oder eine medizinisch psychologische Untersuchung angeordnet wird. Das hängt vor allem davon ab, ob die Cannabis-Verschreibung vor oder nach der Fahrt erfolgt ist. Hier findest du mehr Informationen bei einer MPU trotz Rezept. Wenn du Unterstützung in diesem Bereich brauchst, findest du in meinen Kursen gute Tools.

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Darfst du mit Cannabidiol (CBD) am Straßenverkehr teilnehmen?

Auch wenn CBD legal ist, so ist es in Bezug auf deine MPU und die Teilnahme am Straßenverkehr nicht erlaubt. Aktuell ist es noch nicht geklärt, welche Konsequenzen der Konsum in Verbindung mit der Straßenverkehrsteilnahme hat. Es kann je nach Produkt zu einem positiven Drogentest kommen. 

 

Bis die rechtlichen Aspekte geklärt sind, solltest du bei einem Konsum auf die Teilnahme am Straßenverkehr verzichten bzw. lange genug warten, bis die Nachweiszeit abgelaufen ist. Als ungefährer Anhaltspunkt gilt beim Rauchen: 3 Minuten nach dem Konsum ist der Wert am höchsten und nach ca. 30 Stunden voll abgebaut. Ansonsten kann eine MPU wegen Drogenkonsum angeordnet werden. 

 

CBD ist ein Antagonist von THC. Das kann dazu führen, dass der Konsum eines CBD-dominanten Produkts zu einem hohen THC-Wert bei einem Drogentest führt. Es ist in der nächsten Zeit mit einer rechtlichen Klärung der Fahreignung unter CBD-Einfluss zu rechnen. Wenn du dich in einem Abstinenzprogramm wegen einer MPU wegen Drogen und Medikamenten befindest, konsumiere keine CBD. Du riskierst sonst positive Screenings.

Kannst du eine MPU machen, wenn du an einem Substitutionsprogramm teilnimmst?

Wer sich im Diamorphin-Programm befindet oder als ehemaliger Opiat-Konsument in einem Substitutionsprogramm mit Methadon, L-Polamidon oder Subutex ist, ist nicht geeignet am Straßenverkehr teilzunehmen und muss eine MPU machen, wenn man mit diesen Substanzen im Blut innerhalb oder außerhalb des Straßenverkehrs aufgefallen ist, auch wenn anderweitig Infos über den Umgang mit diesen Substanzen an die Führerscheinbehörde geflossen sind. 

Die Chancen den Pkw-Führerschein zurückzuerhalten, sind gut. Schwierig ist es, die Erlaubnis zur Personenbeförderung oder den Lkw-Führerschein wiederzuerlangen. 

Ich bin sehr erfahren in diesem Teilbereich und begleite dich gerne respektvoll zu einer positiven MPU.

Wann musst du eine MPU wegen Medikamenten machen?

Unter Medikamenteneinfluss Auto zu fahren, (Tilidin, Codein, Morphin, Psychopharmaka, etc.) bedeutet eine MPU-Anordnung wegen Drogen resp. Medikamenteneinnahme, wenn:

  • Substanzen in höherer Dosierung im Blut waren als ärztlich verordnet,
  • keine ärztliche Verordnung vor lag,
  • eine ärztliche Verordnung vor lag, aber Gefahr besteht, dass man nicht mehr sicher am Straßenverkehr teilnehmen kann.

 

Hast du noch Fragen zum Thema MPU wegen Drogen?

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Wenn dir der Post weitergeholfen hat, dann freue ich mich, wenn du ihn teilst! Danke für deinen Support!

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