MPU Fragebogen

Fragebogen bei der MPU

Den MPU Fragebogen erhältst du am Tag der medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU). Dieser Fragebogen bei der MPU ist eigentlich keine große Sache, aber es hilft dir ungemein, ihn zu kennen. Ich stelle ihn dir hier kostenlos zur Verfügung, damit du dich perfekt informieren und vorbereiten kannst. So kennst du die Stolperstellen, die dich ganz zu Beginn deines MPU-Gutachtens erwarten können.

Zweck des MPU-Fragebogens

Der Fragebogen hilft der Begutachtungsstelle, sich ein erstes Bild von dir zu machen: Wer bist du, wie lebst du, welche gesundheitlichen oder rechtlichen Themen gibt es und wie sah dein Fahrverhalten bisher aus? Deine Angaben fließen später in das psychologische Gespräch ein – deshalb lohnt sich eine gute Vorbereitung.

Aufbau und Inhalte des MPU-Fragebogens

Der Fragebogen dient dazu, ein umfassendes Bild deiner Person und deiner bisherigen Lebenssituation zu gewinnen. Er umfasst vier zentrale Bereiche:

  1. Fragen zur Person: Name, Geburtsdatum, Adresse, Familienstand, Kinder, Schulabschluss, Ausbildung, aktueller Beruf, Hobbys, Interessen, Lebensumfeld.
  1. Gesundheitsbezogene Fragen: Hier werden körperliche und psychische Erkrankungen, Unfälle, Operationen oder Suchtbehandlungen abgefragt.💡 Tipp: Es geht nicht darum, dich zu verurteilen – sondern um ein realistisches Gesamtbild deiner Belastbarkeit und Selbsteinschätzung.
  1. Fahrverhalten und Verkehrsvorgeschichte: Erwerb und Klassen der Fahrerlaubnis, Frühere Fahrverbote oder Entzüge, Unfallbeteiligungen oder Strafverfahren. ➡️ Diese Angaben helfen, riskantes Verhalten oder Fehlentscheidungen einzuordnen.
  1. Drogen- und Alkoholkonsum: Art, Häufigkeit, Dauer und Zeitpunkt des letzten Konsums, Eventuelle Therapien oder Abstinenznachweise. 👉 Ehrlichkeit ist hier entscheidend: Gutachter merken, wenn Angaben widersprüchlich sind. Ziel ist nicht Perfektion, sondern Glaubwürdigkeit.

Fragen zur Person

Name: ________________________
Adresse: ________________________
Geburtsdatum: ________________________
Telefon: ________________________
Familienstand:
Anzahl der Kinder: ________________________
Alter der Kinder: ________________________
Schulabschluss: ________________________
Berufsausbildung: ________________________
Aktueller Beruf: ________________________
Berufserfahrung (Jahre): ________________________
Weitere Qualifikationen: ________________________
Hobbys und Interessen: ________________________

Gesundheits-Vorgeschichte

Körperbehinderungen:
Hepatitis:
Epilepsie:
ADHS:
Suchterkrankung / Suchttherapie:
Psychische Erkrankungen:
Psychiatrische Diagnosen:
Bewusstlosigkeit:
Schlafstörungen:
Kopf- und sonstige Verletzungen:
Augenbeschwerden:
Ohrenbeschwerden:
Zuckerkrankheit (Diabetes):
Herz- und Kreislauferkrankungen:
Bluterkrankungen:
Asthma / Bronchitis:
Leber-, Gallen- oder Nierenerkrankungen:
Magen- oder Darmkrankheiten:
Heuschnupfen / Allergien:
Wirbelsäulen- / Gelenkerkrankungen:
Hauterkrankungen:
Unfälle:
Operationen:
Psychotherapeutische / psychiatrische Behandlung:

Fahrverlauf

Wann haben Sie Ihre Fahrerlaubnis erworben?
________________________
Welche Klasse?
________________________
Wurden vor Anordnung der MPU bereits Fahrverbote gegen Sie verhängt?
________________________
Wenn ja, für wie lange und aus welchen Gründen?
________________________
Wurde Ihnen innerhalb der letzten 10 Jahre einmal die Fahrerlaubnis entzogen?
Wenn ja, warum?
________________________
Wie viele Kilometer sind Sie in den letzten 12 Monaten gefahren? (gesamt)
________________________
davon privat:
________________________
davon beruflich:
________________________
Sind Sie bereits zuvor als Verkehrsteilnehmer auffällig geworden (z. B. Unfälle)?
________________________
Wenn ja, standen Sie dabei unter Alkoholeinfluss?
________________________
Welche Strafen folgten auf die von Ihnen verursachten Unfälle?
________________________
Laufen aktuell Strafverfahren gegen Sie?
________________________
Wurden Sie schon einmal zu einer amtlich anerkannten MPU vorgeladen?
________________________
Wie würden Sie Ihr Fahrverhalten / Ihren Fahrstil beschreiben?
________________________

Drogen-, Medikamente- & Alkoholkonsum

Aktueller Konsum

Konsumart: Drogen
Aktuelle Nutzung: ________________________
Menge pro Tag/Monat/Anlass: ________________________
Menge pro Monat: ________________________
Anlässe: ________________________
Konsumart: Medikamente
Aktuelle Nutzung: ________________________
Menge pro Tag/Monat/Anlass: ________________________
Menge pro Monat: ________________________
Anlässe: ________________________
Konsumart: Alkohol
Aktuelle Nutzung: ________________________
Menge pro Tag/Monat/Anlass: ________________________
Menge pro Monat: ________________________
Anlässe: ________________________

Konsum-Historie

Konsumart: Drogen
Zeitraum: ________________________
Früherer Gebrauch: ________________________
Letzter Konsum: ________________________
Substanz: ________________________
Menge: ________________________
Konsumart: Medikamente
Zeitraum: ________________________
Früherer Gebrauch: ________________________
Letzter Konsum: ________________________
Substanz: ________________________
Menge: ________________________
Konsumart: Alkohol
Zeitraum: ________________________
Früherer Gebrauch: ________________________
Letzter Konsum: ________________________
Substanz: ________________________
Menge: ________________________

Typische Fehler beim Ausfüllen des Fragebogens

Widersprüche zwischen Fragebogen und Gespräch

Unstimmigkeiten zwischen schriftlichen Angaben und dem psychologischen Gespräch fallen sofort auf und können als Unehrlichkeit oder Verdrängung gewertet werden.

Bagatellisierung des Fehlverhaltens

Versuche nicht, dein früheres Verhalten zu relativieren oder anderen die Schuld zu geben.

Gutachter merken das und deuten es als fehlende Einsicht.

Besser: Beschreibe ehrlich, was passiert ist – und was du daraus gelernt hast.

Unvollständige Angaben

Fehlende Informationen oder ausgelassene Punkte wirken schnell so, als würdest du etwas verschweigen wollen.

Wenn du dir bei einer Frage unsicher bist, notiere sie und kläre sie in deiner Vorbereitung – lieber transparent als lückenhaft.

Fachbegriffe ohne eigenes Verständnis

Begriffe wie „Burnout“ oder „Depression“ solltest du nur angeben, wenn du sie auch in deinen Worten erklären kannst.

Keine persönliche Verantwortung

Sätze wie „Ich hatte einfach Pech“ oder „Die Polizei war unfair“ vermitteln Abwehr statt Einsicht.

Zeig stattdessen, dass du verstanden hast, was dein Verhalten ausgelöst hat – und wie du heute anders handelst.

💡 Fazit: Wer den Fragebogen ehrlich, vollständig und reflektiert ausfüllt, hat die beste Ausgangsbasis für das psychologische Gespräch – und zeigt Verantwortung statt Verteidigung.

Warum der MPU-Fragebogen so wichtig ist

Viele unterschätzen den Einfluss des Fragebogens. Er zeigt, wie reflektiert und verantwortungsbewusst du mit deiner Geschichte umgehst. Deine Antworten bilden die Basis für das psychologische Gespräch.

In meiner MPU-Vorbereitung erarbeiten wir, wie du die Fragen sicher, ehrlich und nachvollziehbar beantwortest – ohne dich zu verstellen. Wir erarbeiten typische Themen wie:

  1. Einsicht und Veränderungsbereitschaft
  2. Umgang mit Rückfällen
  3. Stress- und Konfliktverhalten
  4. realistische Zukunftsplanung

So bereitest du dich optimal vor

  • Lies den Fragebogen in Ruhe durch.
  • Markiere Bereiche, die dir schwerfallen.
  • Reflektiere, was du daraus gelernt hast.
  • Sprich mit einer erfahrenen MPU-Beraterin.

Ich begleite dich persönlich – online oder in Bonn – auf deinem Weg zu einem positiven MPU-Ergebnis. Gemeinsam klären wir deine Fragen und stärken deine Sicherheit im Gespräch.

MPU sicher bestehen – und dabei kräftig sparen

Viele scheitern an der MPU nicht, weil sie uneinsichtig sind – sondern, weil sie sich falsch oder unzureichend vorbereitet haben. Wenn du weißt, was wirklich gefragt wird und wie du deine Entwicklung überzeugend darstellst, kannst du die Untersuchung im ersten Anlauf schaffen.

Mit meinen Vorbereitungskursen online zur MPU-Vorbereitung bekommst du alle wichtigen Inhalte und Übungen kompakt, verständlich und praxisnah vermittelt.

Du lernst Schritt für Schritt, wie du

  • deine Geschichte glaubwürdig erklärst,
  • Rückfälle oder alte Muster reflektierst,
  • und im psychologischen Gespräch sicher auftrittst.

Der Kurs ist ideal für alle, die sich eigenständig und kosteneffizient vorbereiten wollen – bis zu 40 % günstiger als Einzelstunden.

Wenn du lieber persönlich begleitet wirst, kannst du auch jederzeit ein kostenloses Erstgespräch vereinbaren unter 0174 / 5795652

Häufige Fragen zum MPU-Fragebogen

Der MPU-Fragebogen enthält Fragen zu deiner Person, deiner Gesundheit, deiner Verkehrsvorgeschichte sowie zu eventuellem Alkohol-, Drogen– oder Medikamentenkonsum. Diese Angaben helfen den Gutachtern, ein ganzheitliches Bild deiner Situation zu bekommen und dienen als Grundlage für das spätere psychologische Gespräch.

Ja. Auf meiner Website findest du alle typischen Fragen, wie sie bei der Begutachtung gestellt werden. Wenn du sie vorher kennst, kannst du dich reflektiert vorbereiten und im Gespräch sicherer auftreten.

Er ist die erste Einschätzung der Gutachtern und zeigt, wie ehrlich, strukturiert und einsichtig du mit deiner Vorgeschichte umgehst. Gut ausgefüllte Antworten schaffen Vertrauen und bilden die Basis für ein positives Gutachten.

Nicht in Form einer Schulnote – aber er gibt Aufschluss darüber, ob du dich mit deinem Verhalten auseinandergesetzt hast. Er dient also als inhaltliche Orientierung für das psychologische Gespräch.

Das ist kein Problem, solange du im Gespräch offen und nachvollziehbar darüber sprichst. Wichtig ist, dass deine Angaben insgesamt glaubwürdig und konsistent sind – nicht, dass sie perfekt sind.

Lies die Fragen in Ruhe durch, markiere Bereiche, die dir schwerfallen, und sprich sie in der MPU-Vorbereitung offen an. So kannst du Unsicherheiten klären und mit einer klaren, authentischen Haltung in die Untersuchung gehen.

In einer gezielten MPU-Vorbereitung lernst du, wie du deine Erfahrungen nachvollziehbar beschreibst, Verantwortung übernimmst und Veränderungen ehrlich darstellst. Das stärkt deine Sicherheit im Gespräch – und erhöht deine Chancen, beim ersten Anlauf zu bestehen.

Individuelle MPU-Beratung mit MPU Schlich Bonn

Ich bin Diplom-Sozialpädagogin (M.A.), arbeite seit 20 Jahren als MPU-Beraterin und bin spezialisiert auf Alkohol-, Drogen-, Medikamenten- und Aggressions-MPUs. Gemeinsam analysieren wir deine Geschichte – ehrlich, strukturiert und ohne Vorurteile.

Über die Autorin

Bild von Christina Schlich

Christina Schlich

Diplom-Sozialpädagogin (M.A.), MPU Schlich Bonn. Spezialisiert auf Verkehrsberatung, psychosoziale Diagnostik und traumasensible Gesprächsführung.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert