Den MPU Fragebogen erhältst du am Tag der medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU). Dieser Fragebogen bei der MPU ist eigentlich keine große Sache, aber es hilft dir ungemein, ihn zu kennen. Ich stelle ihn dir hier kostenlos zur Verfügung, damit du dich perfekt informieren und vorbereiten kannst. So kennst du die Stolperstellen, die dich ganz zu Beginn deines MPU-Gutachtens erwarten können.
Zweck des MPU-Fragebogens
Der Fragebogen hilft der Begutachtungsstelle, sich ein erstes Bild von dir zu machen: Wer bist du, wie lebst du, welche gesundheitlichen oder rechtlichen Themen gibt es und wie sah dein Fahrverhalten bisher aus? Deine Angaben fließen später in das psychologische Gespräch ein – deshalb lohnt sich eine gute Vorbereitung.
Aufbau und Inhalte des MPU-Fragebogens
Der Fragebogen dient dazu, ein umfassendes Bild deiner Person und deiner bisherigen Lebenssituation zu gewinnen. Er umfasst vier zentrale Bereiche:
- Fragen zur Person: Name, Geburtsdatum, Adresse, Familienstand, Kinder, Schulabschluss, Ausbildung, aktueller Beruf, Hobbys, Interessen, Lebensumfeld.
- Gesundheitsbezogene Fragen: Hier werden körperliche und psychische Erkrankungen, Unfälle, Operationen oder Suchtbehandlungen abgefragt.
Tipp: Es geht nicht darum, dich zu verurteilen – sondern um ein realistisches Gesamtbild deiner Belastbarkeit und Selbsteinschätzung.
- Fahrverhalten und Verkehrsvorgeschichte: Erwerb und Klassen der Fahrerlaubnis, Frühere Fahrverbote oder Entzüge, Unfallbeteiligungen oder Strafverfahren.
Diese Angaben helfen, riskantes Verhalten oder Fehlentscheidungen einzuordnen.
- Drogen- und Alkoholkonsum: Art, Häufigkeit, Dauer und Zeitpunkt des letzten Konsums, Eventuelle Therapien oder Abstinenznachweise.
Ehrlichkeit ist hier entscheidend: Gutachter merken, wenn Angaben widersprüchlich sind. Ziel ist nicht Perfektion, sondern Glaubwürdigkeit.
Fragen zur Person
Gesundheits-Vorgeschichte
Fahrverlauf
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Drogen-, Medikamente- & Alkoholkonsum
Aktueller Konsum
Konsum-Historie
Typische Fehler beim Ausfüllen des Fragebogens
Widersprüche zwischen Fragebogen und Gespräch
Unstimmigkeiten zwischen schriftlichen Angaben und dem psychologischen Gespräch fallen sofort auf und können als Unehrlichkeit oder Verdrängung gewertet werden.
Bagatellisierung des Fehlverhaltens
Versuche nicht, dein früheres Verhalten zu relativieren oder anderen die Schuld zu geben.
Gutachter merken das und deuten es als fehlende Einsicht.
Besser: Beschreibe ehrlich, was passiert ist – und was du daraus gelernt hast.
Unvollständige Angaben
Fehlende Informationen oder ausgelassene Punkte wirken schnell so, als würdest du etwas verschweigen wollen.
Wenn du dir bei einer Frage unsicher bist, notiere sie und kläre sie in deiner Vorbereitung – lieber transparent als lückenhaft.
Fachbegriffe ohne eigenes Verständnis
Begriffe wie „Burnout“ oder „Depression“ solltest du nur angeben, wenn du sie auch in deinen Worten erklären kannst.
Keine persönliche Verantwortung
Sätze wie „Ich hatte einfach Pech“ oder „Die Polizei war unfair“ vermitteln Abwehr statt Einsicht.
Zeig stattdessen, dass du verstanden hast, was dein Verhalten ausgelöst hat – und wie du heute anders handelst.
💡 Fazit: Wer den Fragebogen ehrlich, vollständig und reflektiert ausfüllt, hat die beste Ausgangsbasis für das psychologische Gespräch – und zeigt Verantwortung statt Verteidigung.
Warum der MPU-Fragebogen so wichtig ist
Viele unterschätzen den Einfluss des Fragebogens. Er zeigt, wie reflektiert und verantwortungsbewusst du mit deiner Geschichte umgehst. Deine Antworten bilden die Basis für das psychologische Gespräch.
In meiner MPU-Vorbereitung erarbeiten wir, wie du die Fragen sicher, ehrlich und nachvollziehbar beantwortest – ohne dich zu verstellen. Wir erarbeiten typische Themen wie:
- Einsicht und Veränderungsbereitschaft
- Umgang mit Rückfällen
- Stress- und Konfliktverhalten
- realistische Zukunftsplanung
So bereitest du dich optimal vor
- Lies den Fragebogen in Ruhe durch.
- Markiere Bereiche, die dir schwerfallen.
- Reflektiere, was du daraus gelernt hast.
- Sprich mit einer erfahrenen MPU-Beraterin.
Ich begleite dich persönlich – online oder in Bonn – auf deinem Weg zu einem positiven MPU-Ergebnis. Gemeinsam klären wir deine Fragen und stärken deine Sicherheit im Gespräch.
MPU sicher bestehen – und dabei kräftig sparen
Viele scheitern an der MPU nicht, weil sie uneinsichtig sind – sondern, weil sie sich falsch oder unzureichend vorbereitet haben. Wenn du weißt, was wirklich gefragt wird und wie du deine Entwicklung überzeugend darstellst, kannst du die Untersuchung im ersten Anlauf schaffen.
Mit meinen Vorbereitungskursen online zur MPU-Vorbereitung bekommst du alle wichtigen Inhalte und Übungen kompakt, verständlich und praxisnah vermittelt.
Du lernst Schritt für Schritt, wie du
- deine Geschichte glaubwürdig erklärst,
- Rückfälle oder alte Muster reflektierst,
- und im psychologischen Gespräch sicher auftrittst.
Der Kurs ist ideal für alle, die sich eigenständig und kosteneffizient vorbereiten wollen – bis zu 40 % günstiger als Einzelstunden.
Wenn du lieber persönlich begleitet wirst, kannst du auch jederzeit ein kostenloses Erstgespräch vereinbaren unter 0174 / 5795652
Häufige Fragen zum MPU-Fragebogen
Was wird im MPU-Fragebogen gefragt?
Der MPU-Fragebogen enthält Fragen zu deiner Person, deiner Gesundheit, deiner Verkehrsvorgeschichte sowie zu eventuellem Alkohol-, Drogen– oder Medikamentenkonsum. Diese Angaben helfen den Gutachtern, ein ganzheitliches Bild deiner Situation zu bekommen und dienen als Grundlage für das spätere psychologische Gespräch.
Kann ich den MPU-Fragebogen vorher sehen?
Ja. Auf meiner Website findest du alle typischen Fragen, wie sie bei der Begutachtung gestellt werden. Wenn du sie vorher kennst, kannst du dich reflektiert vorbereiten und im Gespräch sicherer auftreten.
Wie wichtig ist der MPU-Fragebogen?
Er ist die erste Einschätzung der Gutachtern und zeigt, wie ehrlich, strukturiert und einsichtig du mit deiner Vorgeschichte umgehst. Gut ausgefüllte Antworten schaffen Vertrauen und bilden die Basis für ein positives Gutachten.
Wird der Fragebogen bewertet?
Nicht in Form einer Schulnote – aber er gibt Aufschluss darüber, ob du dich mit deinem Verhalten auseinandergesetzt hast. Er dient also als inhaltliche Orientierung für das psychologische Gespräch.
Was passiert, wenn ich etwas vergesse oder falsch angebe?
Das ist kein Problem, solange du im Gespräch offen und nachvollziehbar darüber sprichst. Wichtig ist, dass deine Angaben insgesamt glaubwürdig und konsistent sind – nicht, dass sie perfekt sind.
Wie kann ich mich am besten auf den MPU-Fragebogen vorbereiten?
Lies die Fragen in Ruhe durch, markiere Bereiche, die dir schwerfallen, und sprich sie in der MPU-Vorbereitung offen an. So kannst du Unsicherheiten klären und mit einer klaren, authentischen Haltung in die Untersuchung gehen.
Was bringt mir eine professionelle Vorbereitung?
In einer gezielten MPU-Vorbereitung lernst du, wie du deine Erfahrungen nachvollziehbar beschreibst, Verantwortung übernimmst und Veränderungen ehrlich darstellst. Das stärkt deine Sicherheit im Gespräch – und erhöht deine Chancen, beim ersten Anlauf zu bestehen.
Individuelle MPU-Beratung mit MPU Schlich Bonn
Über die Autorin
Christina Schlich
Diplom-Sozialpädagogin (M.A.), MPU Schlich Bonn. Spezialisiert auf Verkehrsberatung, psychosoziale Diagnostik und traumasensible Gesprächsführung.
