Neuer MPU Alkoholmarker – Phoshatidylethanol (PEth)

Neben den bekannten, für die Fahreignungsdiagnostik zugelassenen Markern, wie beispielsweise dem kohlenhydratdefizienten Transferrin (CDT) und Ethylglucuronid (EtG) kann bald auch Phosphatidylethanol (PEth) im Vollblut herangezogen werden für den Nachweis eines Alkoholkonsums. Über PEth kann sowohl der Nachweis eines aktuellen Konsums erfolgen als auch ein Abstinenzbeleg erbracht werden. Eine Unterscheidung zwischen geringem, moderatem und exzessivem Konsum ist möglich. Aktuell ist diese Methode als Nachweis für deine MPU noch nicht anerkannt. Ich gehe davon aus, dass mit der Veröffentlichung der 4. Auflage der Beurteilungskriterien (voraussichtlich 2023) diese Nachweismöglichkeit von den Begutachtungsstellen anerkannt werden wird. Du hast dann neben Haarproben und Urinkontrollen (die oft sehr unangenehm sind, weil nach geltenden CTU-Kriterien der Urin unter Sicht genommen wird) eine weitere Möglichkeit, deinen moderaten Konsum resp. Abstinenz nachzuweisen – ein Tropfen Vollblut ist ausreichend. Möglicherweise kann über PEth auch ein längerer Zeitraum (mehr als drei Monate rückwirkend) für deine MPU belegt werden. Hierzu berichte ich bald mehr.

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