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Sucht und Abhängigkeit

Was bedeuten Missbrauch, Sucht und Abhängigkeit?

Missbrauch, Sucht und Abh√§ngigkeit sind gesellschaftlich tabuisierte Themen, obwohl viele Menschen NPS, Drogen, Alkohol und Medikamente konsumieren oder Verhaltenss√ľchten nachgehen. Wahrscheinlich bist auch du deshalb auf meiner Seite gelandet! F√ľhle dich willkommen! Wenn dein F√ľhrerschein¬†wegen Substanzkonsum entzogen wurde und eine MPU angeordnet wurde, dann informiere dich jetzt! Au√üerdem kannst du den ultimativen Biohack mitnehmen, wie du dir deine Drogen selbst bauen kannst ūüėČ

Drogen sind psychoaktive Substanzen, die das zentrale Nervensystem beeinflussen und zu Ver√§nderungen in der Neurochemie f√ľhren k√∂nnen. Es gibt auch die M√∂glichkeit, diese Zust√§nde der Euphorie und Entspannung mithilfe k√∂rpereigener Neurotransmitter zu erzeugen, ohne auf Drogen zur√ľckzugreifen.

Ursachen von Sucht und Abhängigkeit

Sucht und Abh√§ngigkeit haben unterschiedliche Ursachen, die von genetischen Faktoren √ľber psychische Gesundheit bis hin zu Umwelt- und (neuro)biologischen Einfl√ľssen reichen. Diese bio-psycho-sozialen Faktoren interagieren auf komplexe Weise und f√ľhren zu einer individuellen Anf√§lligkeit f√ľr Sucht.¬†Die wichtigsten Einflussfaktoren sind:

  1. Psychische Gesundheit: Menschen mit psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angstst√∂rungen oder Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivit√§tsst√∂rung (ADHS) haben ein erh√∂htes Risiko f√ľr Sucht. Der Missbrauch von Substanzen kann eine Form der Selbstmedikation sein, um mit den Symptomen umzugehen. Gleichzeitig k√∂nnen Substanzen die psychische Gesundheit negativ beeinflussen und zu einer Verschlimmerung der Symptome f√ľhren.
  2. Umweltfaktoren: Das soziale und famili√§re Umfeld kann eine Rolle bei der Entwicklung einer Suchterkrankung spielen. Faktoren wie der regelm√§√üige Konsum von Suchtstoffen in der Familie, ein Umfeld mit Drogenkultur oder langanhaltende¬†traumatische Lebensereignisse k√∂nnen das Risiko erh√∂hen. Bei den Traumata solltest du insbesondere sequentielle Entwicklungstraumata (Typ-II Trauma) in den Blick nehmen. Du kannst bei Trauma und Sucht mehr dazu finden. Auch der Einfluss von Gleichaltrigen, Peer-Druck und gesellschaftliche Normen spielen eine Rolle. Ich erg√§nze noch:¬†Pharmaindustrie und Verschreibungsverhalten der √Ąrzte (vgl. Opioidkrise in USA. Das geschieht hier auch, nur noch nicht so offensichtlich).
  3. Neurobiologie: Sucht hat au√üerdem eine starke neurobiologische Komponente. Die wiederholte Exposition gegen√ľber suchterzeugenden Substanzen oder Verhaltensweisen kann das Belohnungssystem im Gehirn beeinflussen. Dies kann zu Ver√§nderungen in der Neurochemie f√ľhren, die das Verlangen und die Kontrollverluste verst√§rken und die Entwicklung einer Sucht beg√ľnstigen. Andererseits kann durch langanhaltende und bedeutsame Stresserfahrungen, zu einer Dysbalance deiner Stressachse kommen.
  4. Pers√∂nlichkeitsmerkmale: Bestimmte Pers√∂nlichkeitsmerkmale k√∂nnen das Risiko einer Suchterkrankung erh√∂hen. Menschen mit impulsivem Verhalten, geringem Selbstwertgef√ľhl, Problemen bei der Stressbew√§ltigung oder einem Bed√ľrfnis nach neuen und aufregenden Erfahrungen sind m√∂glicherweise anf√§lliger f√ľr Sucht. An dieser Stelle gibt es einen sehr, sehr starken Link zu Entwicklungs- resp. Bindungstraumata, der Dysregulation deiner Stressachse und zu neurobiologischen Aspekten deines Konsums. Neben Trauma und Sucht ist der Blogartikel Bindungsstile und Suchtentwicklung eine wichtige F√§hrte f√ľr dich.
  5. Genetik: Eine genetische Veranlagung kann das Risiko einer Suchterkrankung erh√∂hen. Es wurden bestimmte Gene identifiziert, die mit einem erh√∂hten Risiko f√ľr Sucht in Verbindung stehen. Wenn in der Familie Suchterkrankungen vorkommen, besteht ein h√∂heres Risiko, selbst eine Sucht zu entwickeln. Mitdenken: Epigenetik und transgenerationale Weitergabe von Bindung/Trauma resp. komplexe Entwicklungstrauma!

Diese Faktoren f√ľr eine Sucht und Abh√§ngigkeit sind nicht deterministisch. Substanzkonsum und die Entwicklung einer Suchterkrankung sind das Ergebnis einer komplexen Wechselwirkung zwischen genetischen, (neuro)biologischen, psychologischen und Umweltfaktoren und somit eine ganz individuelle Sache. Die Behandlung und Pr√§vention von Suchterkrankungen erfordert daher einen individuellen und ganzheitlichen Ansatz.

Definition von Sucht und Abhängigkeit

Im offiziellen Sprachgebrauch der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde der Begriff Sucht im Jahre 1964 ersetzt durch die Bezeichnungen Missbrauch und Abh√§ngigkeit. Seitdem wird Sucht im medizinischen Kontext und in wissenschaftlichen Arbeiten nicht mehr verwendet, umgangssprachlich ist seine Verwendung weiterhin √ľblich.¬†

Sucht ist eine Krankheit und nicht als moralisches Versagen oder Willensschw√§che eines Menschen zu verstehen. Dies ist beispielsweise der Grund, warum ein Delikt, das aufgrund einer Abh√§ngigkeit erfolgt ist, nach dem Bet√§ubungsmittelgesetz zur√ľckgestellt werden kann (vgl. Therapie statt Strafe) oder die Krankenkasse resp. der Rentenversicherungstr√§ger die Kosten einer medizinischen Rehabilitation f√ľr Abh√§ngigkeitskranke √ľbernimmt.

Das bedeutet auch, dass du dich keinesfalls daf√ľr sch√§men sollst, wenn dein Konsum in eine Sucht und Abh√§ngigkeit abgerutscht ist. Viel wichtiger ist es, zu erkennen, dass sich eine Abh√§ngigkeitserkrankung entwickelt hat, weil du dann die M√∂glichkeit hast etwas daran zu ver√§ndern.¬†

Definition laut ICD-11

Die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme/International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems (ICD) der¬†World Health Organization (WHO)¬†gibt die Diagnosekriterien f√ľr eine Suchterkrankung vor. Die aktuelle Version (ICD-11) trat im Januar 2022 in Kraft. In Deutschland wurde sie noch nicht eingef√ľhrt. In der 5-j√§hrigen √úbergangsphase bleibt die Vorg√§ngerversion (ICD-10) g√ľltig.

Ich verwende hier dennoch die neue Version. Laut ICD-11 gibt es sechs Anzeichen, die auf eine Suchterkrankung hindeuten können. Diese Symptome gelten unabhängig davon, ob es sich bei dem Suchtmittel um eine Substanz (substanzgebundene Abhängigkeit) oder ein Verhalten (substanzungebundene Abhängigkeit) handelt.

 Folgende Anzeichen einer Sucht und Abhängigkeit kannst du unterscheiden:

    1. starkes und zwanghaftes Verlangen zum Konsum,
    2. reduzierte Kontrollf√§higkeit √ľber den Beginn und die Beendigung des Konsums,
    3. Fortsetzen des Konsums trotz bekannter negativer Folgen,
    4. Toleranzbildung: psychische und physische Gew√∂hnung, weswegen Gebraucher immer gr√∂√üere Mengen einer Substanz ben√∂tigen, um den gew√ľnschten Effekt zu erzielen,
    5. H√§ufung von Entzugssymptomen bei Einschr√§nkung des Konsums:¬†Entzugserscheinungen bei Substanzabh√§ngigkeit wie Schwitzen, Frieren, Zittern, starke Gliederschmerzen, Schlafst√∂rungen, Halluzinationen, Krampfanf√§lle und Kreislaufzusammenbruch. Entzugserscheinungen bei Verhaltenss√ľchten wie Nervosit√§t und Aggressionen,
    6. Vernachlässigen des sozialen Umfelds: Verlust von Interesse an anderen Beschäftigungen, wie Hobbys, sozialen Kontakten oder dem Job.

Eine Sucht und Abh√§ngigkeit liegt laut ICD-11 dann vor, wenn eine Person mindestens drei der oben aufgelisteten Symptome erf√ľllt. Dabei m√ľssen die Symptome innerhalb eines Jahres f√ľr 3 Monate gleichzeitig aufgetreten sein.

Quelle: International Classification of Diseases (11. Auflage, 2022).

Was bedeutet Missbrauch

Wenn weniger als drei Symptome vorliegen, es aber dennoch zu k√∂rperlichen oder psychischen Problemen kommt, dann spricht man von einem sch√§dlichen Gebrauch/Missbrauch einer Substanz und nicht von Abh√§ngigkeit.¬†Substanzmissbrauch bezieht sich auf den unangemessenen und sch√§dlichen Konsum von psychoaktiven Substanzen wie Alkohol, illegalen Drogen, verschreibungspflichtigen Medikamenten oder anderen chemischen Substanzen. Der Missbrauch von Substanzen kann verschiedene Formen annehmen, einschlie√ülich des √ľberm√§√üigen Konsums, der Verwendung ohne √§rztliche Anweisung, des wiederholten Konsums trotz negativer Folgen und des Konsums in gef√§hrlichen Situationen.

Psychische und körperliche Abhängigkeit

Psychische Abh√§ngigkeit und k√∂rperliche Abh√§ngigkeit sind zwei verschiedene Aspekte, die bei Suchterkrankungen auftreten k√∂nnen.¬†Psychische Abh√§ngigkeit bezieht sich auf das starke Verlangen oder den starken Drang nach einer Substanz oder einem Verhalten. Bei psychischer Abh√§ngigkeit besteht ein intensives Verlangen, die Substanz zu konsumieren oder die bestimmte Verhaltensweise auszuf√ľhren, um bestimmte angenehme Gef√ľhle zu erleben oder unangenehme Gef√ľhle zu vermeiden. Das Verlangen kann so stark sein, dass es schwierig wird, das Suchtmittel oder die Verhaltensweise zu kontrollieren, obwohl negative Folgen auftreten k√∂nnen. Sie kann mit psychischen Entzugserscheinungen wie Reizbarkeit, Depression oder Angst einhergehen, wenn der Konsum oder das Verhalten eingeschr√§nkt wird.

K√∂rperliche Abh√§ngigkeit, auch als physische Abh√§ngigkeit bezeichnet, tritt auf, wenn der K√∂rper sich an eine bestimmte Substanz gew√∂hnt hat und Entzugserscheinungen auftreten, wenn der Konsum pl√∂tzlich gestoppt oder reduziert wird. Der K√∂rper hat sich an die regelm√§√üige Verf√ľgbarkeit der Substanz angepasst und ben√∂tigt sie, um normal zu funktionieren. Bei pl√∂tzlichem Absetzen oder Reduzierung der Substanz kann es zu unangenehmen k√∂rperlichen Symptomen kommen, wie z.B. Zittern, Schwitzen, √úbelkeit, Schlafst√∂rungen und erh√∂htem Puls. Diese Entzugssymptome k√∂nnen dazu f√ľhren, dass die Person erneut zur Substanz greift, um die unangenehmen Symptome zu lindern.

Psychische und k√∂rperliche Abh√§ngigkeit treten oft gemeinsam auf, aber nicht immer. Einige Substanzen oder Verhaltensweisen k√∂nnen zu einer starken psychischen Abh√§ngigkeit f√ľhren, w√§hrend andere zus√§tzlich auch eine ausgepr√§gte k√∂rperliche Abh√§ngigkeit verursachen k√∂nnen. Die genaue Auspr√§gung der Sucht und Abh√§ngigkeit h√§ngt von der Art der Substanz, der Dauer des Konsums, der Dosierung und individuellen biologischen und psychologischen Faktoren ab.

Was sind Drogen und psychoaktive Substanzen?

Der Begriff Drogen wird im allgemeinen Sprachgebrauch als Oberbegriff f√ľr psychoaktive Substanzen verwendet, die verwendet werden, um die Stimmung, das Bewusstsein oder das Verhalten zu ver√§ndern. Es¬†sind chemische Verbindungen, die das zentrale Nervensystem beeinflussen und die Wahrnehmung, das Bewusstsein, die Stimmung, das Denken und das Verhalten ver√§ndern. Sie wirken auf verschiedene Neurotransmittersysteme im Gehirn, wie beispielsweise Dopamin, Serotonin, Noradrenalin und GABA. Hierzu z√§hlen beispielsweise:

Alkohol,¬†Tabak/Nikotin, Medikamente,¬†Cannabis, HHC,¬†Stimulanzien wie Amphetamine, Kokain oder Methamphetamin, MDMA, Opioide, Opium,¬†Designerdrogen/Neue psychoaktive Substanzen (NPS) sind synthetische Substanzen, die entwickelt wurden, um √§hnliche Wirkungen wie illegale Drogen zu erzeugen. Da NPS chemisch ver√§ndert werden k√∂nnen, um rechtliche Beschr√§nkungen zu umgehen, sind ihre Zusammensetzungen und Wirkungen oft unbekannt. Eigentlich bist du immer ein Versuchskaninchen, wenn du NPS konsumierst ūüôĀ

Wie wirken diese Substanzen und s√ľchtige Verhaltensweisen?

Nicht substanzgebundene S√ľchte

Nicht substanzgebundene Sucht bezieht sich auf Verhaltensmuster, die √§hnlich wie bei substanzabh√§ngigen Suchtformen auftreten, jedoch auf bestimmte Verhaltensweisen abzielen, wie pathologisches Gl√ľcksspiel, Computerspielsucht, Pornosucht, Essst√∂rungen, zwanghaftes Einkaufen oder Sch√∂nheitsoperationen. Diese Verhaltensweisen k√∂nnen das Belohnungssystem im Gehirn aktivieren, insbesondere den Neurotransmitter Dopamin, was zu einem starken Verlangen f√ľhrt, das wiederholte Handlungen ausl√∂st.¬†

Die wiederholte Aktivierung des Belohnungssystems f√ľhrt zu einer Verst√§rkung des Verlangens nach dem Verhalten und kann zu Entzugserscheinungen, Vernachl√§ssigung anderer Lebensbereiche und psychischen Problemen f√ľhren. Der Mechanismus √§hnelt dem der substanzgebundenen Sucht, wobei die Belohnung jedoch aus der Verhaltensweise selbst resultiert, anstatt aus einer √§u√üeren Substanz.

Agonisten und Antagonisten

Einige psychoaktive Substanzen wirken als Agonisten, das heißt, sie aktivieren oder verstärken die Wirkung bestimmter Neurotransmitter bzw. körpereigene Botenstoffe. Das ist ein wichtiges Stichwort, worauf ich unten näher eingehe. 

Ein bekanntes Beispiel ist das Dopamin-System, das mit Belohnung und Vergn√ľgen in Verbindung steht. Substanzen wie Kokain, Amphetamine oder Methamphetamin erh√∂hen die Konzentration von Dopamin im synaptischen Spalt und verst√§rken dadurch die dopaminerge Signal√ľbertragung. Dies kann zu Euphorie, gesteigertem Energielevel und erh√∂htem Wohlbefinden f√ľhren

Opioide und Opium wirken als Agonisten an den Opioidrezeptoren im Gehirn. Agonisten sind Substanzen, die an Rezeptoren binden und ihre Aktivit√§t erh√∂hen oder nachahmen. Sie wirken √§hnlich wie die k√∂rpereigenen endogenen Opioide und aktivieren die Opioidrezeptoren, was zu analgetischen (schmerzlindernden), sedierenden und euphorisierenden Effekten f√ľhrt.

Andere wirken als Antagonisten, das hei√üt, sie blockieren oder hemmen die Wirkung bestimmter Neurotransmitter. Ein Beispiel daf√ľr sind Benzodiazepine, die die Aktivit√§t des Neurotransmitters GABA (Gamma-Aminobutters√§ure) verst√§rken, was zu einer beruhigenden und sedierenden Wirkung f√ľhren kann, mit Muskelentspannung, Angstmilderung und Schlaff√∂rderung.

Wiederaufnahmehemmer

Dar√ľber hinaus k√∂nnen andere Substanzen auch die Freisetzung, den Abbau oder die Wiederaufnahme von Neurotransmittern beeinflussen. Zum Beispiel erh√∂ht MDMA (Ecstasy) die Freisetzung von Serotonin, was zu einer gesteigerten Stimmung und Empathie f√ľhren kann.

Die genaue Wirkungsweise psychoaktiver Substanzen und die Mechanismen s√ľchtigen Verhaltens sind komplex und abh√§ngig von der spezifischen Substanz, der Dosis, der H√§ufigkeit des Konsums und der individuellen neurochemischen und psychologischen Unterschiede eines Menschen. Aus diesem Grund ist eine Suchtentwicklung eine ganz individuelle Geschichte und kann nur ganzheitlich gel√∂st werden!

Maximale Vereinfachung: Das Verhalten oder der Substanzkonsum bewirken eine erh√∂hte Freisetzung oder Hemmung von k√∂rpereigenen Neurotransmittern, wodurch du deine Gef√ľhle regulierst. Dies ist im Wesentlichen der gemeinsame Nenner bei verschiedenen Drogen, unabh√§ngig von ihrem jeweiligen Suchtpotenzial. Lassen wir es also nicht komplizierter werden als n√∂tig.

Trick 17:¬†Coole Gef√ľhle Abh√§ngigkeit. Wir schauen uns nun die wichtigsten k√∂rpereigenen Botenstoffe an. Wenn du das System verstehst, dann hast du die M√∂glichkeit, dir selbst angenehme Gef√ľhle zu verschaffen, ohne auf Substanzen zur√ľckzugreifen ūüėČ Wenn du oben festgestellt hast, welche Wirkung du eigentlich mit dem Drogen- oder Substanzkonsum bezweckst, dann kannst du das theoretisch auch anders erreichen. Ich zeige dir, welche M√∂glichkeiten es gibt.

Die körpereigenen Botenstoffe Dopamin, Opiode, Oxytocin

Wie du oben gesehen hast, k√∂nnen Substanzen wie Drogen k√∂nnen die Freisetzung dieser Botenstoffe im Gehirn direkt beeinflussen, was zu intensiven Gef√ľhlen der Belohnung und Motivation f√ľhrt und das Suchtverhalten verst√§rkt.

Wir gehen jetzt mal weg von den Drogen und schauen nur auf die körpereigenen Abläufe. 

Gef√ľhle werden durch Botenstoffe gebaut! K√∂rpereigene Botenstoffe (Neurotransmitter) sind der Treibstoff deiner Motivation. Diese spielen eine gro√üe Rolle beim Thema Sucht und Abh√§ngigkeit. Wenn sie ausgesch√ľttet werden, docken sie an Synapsen deiner Nervenbahnen an, was wiederum bestimmte Gef√ľhle ausl√∂st und dich zu Handlungen motiviert. F√ľr die Motivation sind drei Neurotransmitter entscheidend: Dopamin, endogene Opiode und Oxytocin.

  1. Dopamin¬†ist einer der wichtigsten Neurotransmitter im Zusammenhang mit Motivation und Belohnung. Es wird beim Erleben von angenehmen Erfahrungen und Belohnungen ausgesch√ľttet und erzeugt ein Gef√ľhl des Vergn√ľgens und der Zufriedenheit. Dopamin spielt eine Rolle bei der Entstehung von Verlangen und Motivation, und es ist auch an der Konditionierung und Verst√§rkung von Verhaltensweisen beteiligt.
  2. Endogene Opioide haben eine¬†√§hnliche Wirkungen wie Opioide (z.B. Morphin) werden jedoch im K√∂rper selbst produziert. Sie sind an der Schmerzlinderung, der Regulation von Belohnungssystemen und der Entstehung von angenehmen Gef√ľhlen beteiligt. Endogene Opioide k√∂nnen zur Entspannung, Euphorie und einem allgemeinen Wohlgef√ľhl beitragen.¬†
  3. Oxytocin bringt, als Bindungshormon, die soziale Komponente ins Spiel. Es spielt eine Rolle bei der sozialen Interaktion, der Aufrechterhaltung von Beziehungen und der emotionalen Verbundenheit. Oxytocin wird bei k√∂rperlicher Ber√ľhrung, intimen Beziehungen und sozialer Unterst√ľtzung ausgesch√ľttet.

Auf Dopamin und Opioide gehe ich jetzt etwas n√§her ein, damit es verst√§ndlich wird und du es dir kosteng√ľnstiger, gesundheitsschonender und ohne den ganzen Stress mit einer Sucht und Abh√§ngigkeit, mit Illegalit√§t, Fahreignungs√ľberpr√ľfung, Drogentests, Angst vor der Polizei etc. ganz entspannt selbst bauen kannst. Einfach nur mit dir und deinem K√∂rper und ein paar weiteren Adons ūüėČ

Dopamin

Youporn, Tinder, Kokain, Alkohol, schnelles Autofahren, Instagram, Binge-Watching, Essen, Gl√ľcksspiel und Spielen haben alle eine Verbindung zu Dopamin, Sucht und Gef√ľhlen. Diese Aktivit√§ten und Substanzen k√∂nnen eine erh√∂hte Freisetzung von Dopamin im Gehirn ausl√∂sen, was zu einem intensiven Lust- und Belohnungsgef√ľhl f√ľhrt.

Dieses Dopamin-High kann s√ľchtig machen und dazu f√ľhren, dass Menschen immer wieder nach diesen Erlebnissen oder Substanzen suchen.¬†Trauma kann auch eine Rolle spielen, da Menschen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben, oft Substanzen oder Verhaltensweisen verwenden, um mit den damit verbundenen schwierigen Emotionen und einer dysregulierten Stressreaktion umzugehen. In¬†meinem¬†Blogartikel Trauma und Sucht kannst du dich genauer dar√ľber informieren. Dieser Mechanismus basiert ebenfalls u.a. auf der Beeinflussung des Dopaminsystems im Gehirn.

Es gibt andere Wege. Du kannst Dopamin auf nat√ľrliche Weise erh√∂hen, wie beispielsweise regelm√§√üige Bewegung, soziale Interaktion, kreative Aktivit√§ten oder das Erreichen pers√∂nlicher Ziele, Achtsamkeit und Digital detox. In meinen MPU Tipps unter dem Begriff „Dopaminbooster“ stelle ich dir Biohacks vor, die auf nat√ľrliche Weise die Dopaminproduktion anregen und positive Gef√ľhle f√∂rdern.

Opioide

Zu den Opioiden z√§hlen Codein,¬†Buprenorphin, Fentanyl,¬†Heroin, Morphin,¬†Opium,¬†Oxycodon, Tilidin und Tramadol.¬†Sie wirken im Zentralnervensystem, docken an deine k√∂rpereigenen¬†Opioidrezeptoren und setzen Dopamin frei, dabei¬†legen sie sich wie ein Puffer √ľber deine Gef√ľhle und Erinnerungen.¬†Sie wirken angstl√∂send, schmerzlindernd sowie euphorisierend und haben deshalb ein ausgesprochen hohes Suchtpotenzial.

Hast du Fragen zu einer medizinisch psychologischen Untersuchung?

Wenn du dich mit deinem Substanzkonsum auseinandersetzten m√∂chtest und Fragen hast oder dein F√ľhrerschein wegen Alkohol, Medikamentenmissbrauch oder Drogenkonsum entzogen wurde und eine medizinisch psychologische Untersuchung angeordnet ist, dann melde dich gerne unverbindlich bei MPU Schlich Bonn unter: 01745795652. Du kannst deine Fragen auch direkt hier in der Kommentarfunktion an mich richten.¬†

Sucht und Abhängigkeit

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Missbrauch bezieht sich auf schädlichen oder riskanten Substanzkonsum, der negative Folgen hat. Sucht oder Abhängigkeit bezeichnen einen Zustand, in dem eine Person starken Drang, Verlust der Kontrolle und Entzugssymptome erlebt, oft mit Beeinträchtigung des täglichen Lebens.

Eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) wird bei Konsum von Alkohol, Drogen oder Medikamenten angeordnet, um die Eignung und F√§higkeit einer Person zum F√ľhren von Fahrzeugen zu pr√ľfen. Sie soll das Risiko von Verkehrsunf√§llen aufgrund von m√∂glicher Beeintr√§chtigung durch Substanzen einsch√§tzen und gegebenenfalls Empfehlungen oder Auflagen f√ľr den Erhalt oder die Wiedererlangung der Fahrerlaubnis geben.

 

Quellen und Links zu Sucht und Abhängigkeit:

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