MPU Vorbereitung und Beratung online und in Bonn
Risikoverhalten im Straßenverkehr

Risikoverhalten im Straßenverkehr und MPU

Risikoverhalten im Straßenverkehr spielt bei Männern, insbesondere bei bei jungen Männern, eine größere Rolle als bei Frauen. Außerdem gibt es einen engen Zusammenhang zwischen Fahrverhalten, Geschlecht und dem Freundeskreis. Junge Fahrerinnen und Fahrer stechen im Straßenverkehr durch riskantes Verhalten hervor, was zu einem erhöhten Unfallrisiko führt. Das schlägt sich nicht nur auf die eigene Sicherheit, sondern auch auf andere Verkehrsteilnehmende nieder. Besonders die Altersgruppe von 18 bis 24 Jahren zeigt das höchste Risiko, bei einem Autounfall tödlich verletzt zu werden. In diesem Blog geht es deshalb zunächst um zwei Aspekte, nämlich dem Schutz deiner selbst und dem Vermeiden einer medizinisch-psychologischen Untersuchung bzw. diese schnell und nachhaltig zu bestehen. Es geht aber auch um das Thema Diskriminierung.

Rasen/Autorennen, Fahren unter Alkoholeinfluss und Texting als Risikofaktoren für Unfälle und eine MPU

Drei Verhaltensweisen zeigen sich als besonders gefährlich: 

  1. Rasen,
  2. Fahren unter Alkoholeinfluss und
  3. Ablenkung durch Handynutzung.

Wegen dem Anstieg heftiger Unfälle durch illegale Autorennen wurde die Gesetzeslage verschärft. Eine MPU wegen Autorennen, gehört deshalb auch nicht zu den einfachsten. Ist aber mit einer professionellen MPU Beratung gut zu schaffen. Interessanterweise spielt neben dem Alter und dem Geschlecht auch der Einfluss von Gleichaltrigen (Peers) eine entscheidende Rolle dabei, wie du dich im Straßenverkehr verhältst. Eine MPU wegen Verkehrsdelikten oder Aggressionen ist recht aufwendig. Die aktuellen Beurteilungskriterien für Fahreignung haben im Jahr 2024 insbesondere bei diesem MPU Untersuchungsanlass zu Verschärfungen geführt.

Unterschiede des Risikoverhaltens im Straßenverkehr in Bezug auf Geschlecht und Alter

In Bezug auf das Risikoverhalten im Straßenverkehr zeigen sich Unterschiede zwischen den Geschlechtern und Altersgruppen:

Geschlechtervergleich

  1. Geschwindigkeitsüberschreitungen:  Junge Männer neigen häufiger dazu, zu schnell zu fahren als junge Frauen. Das kann zu einem höheren Unfallrisiko und Führerscheinentzug führen.
  2. Alkoholkonsum am Steuer (Drink & Drive): Statistiken zeigen, dass Männer im Allgemeinen häufiger alkoholbedingte Verkehrsverstöße begehen als Frauen. Dies kann zu einem höheren Risiko für eine MPU wegen Alkohol und alkoholbedingten Unfälle bei männlichen Fahrern führen. Möglicherweise werden Frauen jedoch deutlich seltener von der Polizei kontrolliert und werden deshalb seltener auffällig.
  3. Nutzung von Mobiltelefonen (Texting): Männer und auch Frauen sind in ähnlichem Maße von Ablenkungen durch Handys betroffen.

Altersvergleich

  1. Junge Fahrer (18-24 Jahre): Diese Altersgruppe zeigt tendenziell ein höheres Risikoverhalten, einschließlich Geschwindigkeitsüberschreitungen, Ablenkungen durch Mobiltelefone und gelegentliches Trinken am Steuer. Ursachen können auf Unerfahrenheit und risikofreudiges Verhalten zurückzuführen sein.
  2. Ältere Fahrer (über 65 Jahre): Ältere Fahrer sind vorsichtiger unterwegs. Aufgrund nachlassender körperlicher Fähigkeiten oder eingeschränkter Reaktionszeiten haben sie ein erhöhtes Unfallrisiko. Im Post MPU für Senioren kannst du dich genauer informieren.

Warum haben junge Fahrer ein hohes Risikoverhalten im Straßenverkehr und müssen häufiger zur medizinisch-psychologischen Untersuchung

Das lässt sich durch verschiedene Faktoren erklären:

  1. Unerfahrenheit: Sie haben weniger Fahrerfahrung als ältere Verkehrsteilnehmer. Die Fähigkeiten, Situationen im Straßenverkehr zu antizipieren und angemessen zu reagieren, entwickeln sich erst mit der Zeit. Das sind zunächst ganz normale Entwicklungsstufen.
  2. Risikobereitschaft: Junge Menschen  sind risikofreudiger. Dies zeigt sich insbesondere im Straßenverkehr durch überhöhte Geschwindigkeiten, Ablenkung (z. B. durch Handynutzung während der Fahrt) und riskante Fahrmanöver.
  3. Soziale Einflüsse: Die Peergruppe spielt eine entscheidende Rolle. Der Einfluss von Freunden kann zu riskantem Verhalten führen. Das hängt zusammen mit Gruppendruck oder der Wahrnehmung sozialer Normen.
  4. Ablenkung durch Technologie: Die intensive Nutzung von Smartphones und anderen Technologien während der Fahrt ist bei jungen und älteren Fahrern und Fahrerinnen gleich verbreitet. Dies erhöht das Unfallrisiko erheblich.
  5. Alkohol- und Drogenkonsum: Junge Männer aber auch ältere Männer neigen eher als Frauen dazu, Alkohol oder Drogen zu konsumieren und dann Auto zu fahren. Eine MPU wegen Drogen wird bei Männern häufiger angeordnet als bei Frauen. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, das Frauen einfach weniger kontrolliert werden. Es gibt Hinweise darauf, dass Racial Profiling im Straßenverkehr und Diskriminierung bei der MPU resp. der Polizeikontrolle eine Rolle spielt für überproportionale Führerscheinentzüge bei (jungen) Männern.
  6. Entwicklungsphase des Gehirns: Die Gehirnentwicklung, insbesondere im Bereich der Risikoeinschätzung und Impulskontrolle, ist bei jungen Menschen noch nicht vollständig abgeschlossen. Dies kann zu impulsivem Verhalten im Straßenverkehr beitragen. Sensation Seeking kann dir ein paar weitere Hinweise liefern.
Risikoverhalten und Fahreignung

Die Rolle von Freunden (Peers) auf das Risikoverhalten im Straßenverkehr

Peers, also dein Freundeskreis, haben einen starken Einfluss auf das Verhalten, wie du Auto, Roller etc. fährst, Die Mitglieder deiner Peergruppe teilen gemeinsame Erfahrungen, müssen ähnliche Herausforderungen bewältigen weil sie sich in einem ähnlichen Lebensabschnitt befinden. Das verbindet euch. Peergruppen bilden auch eine Art „soziales Umfeld“, wo gemeinsame Normen entstehen die sich von den allgemeinen gesellschaftlichen Normen unterscheiden. Die Dynamik innerhalb der Gruppen fördert die Herausbildung einer gemeinsamen Identität/Gruppenidentität und erzeugt einen starken Druck zur Konformität. Du weißt was ich meine: Wenn du dazugehören willst, musst du den Frosch essen, lebendig 🙂 In Bezug auf das Risikoverhalten im Straßenverkehr kann der Einfluss deiner Freunde enorm sein. Vor allem dann, wenn es um überhöhte Geschwindigkeit, Posen, Alkohol- und Drogenkonsum und Handynutzung während des Fahrens geht.

Der Blick auf die Medizinisch-Psychologische Untersuchung und die MPU-Beratung und MPU-Vorbereitung für (junge) Männer

Männer und junge Fahrer mit auffälligem, riskantem Verhalten stehen nicht nur vor individuellen Herausforderungen, sondern sind auch stark von sozialen Einflüssen, insbesondere aus dem Freundeskreis, geprägt. Aber auch andere soziale Einflüsse spielen hier eine große Rolle. Impulsives männliches Verhalten wird oft falsch interpretiert und als Charakterschwäche oder sogar diagnostisch gelabelt. Das ist sinnlos und bringt keine Veränderung! Im Kontext der MPU-Beratung und der medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) ist deshalb eine ganzheitliche und nichtdiskriminierende Herangehensweise wichtig.

Neben der individuellen Fahreignung ist es im Rahmen einer ganzheitlichen MPU Vorbereitung wichtig, das Bewusstsein für soziale Einflüsse, insbesondere durch Peers, zu schärfen. Es geht um die Schärfung der Risikowahrnehmung. Eine professionelle MPU-Vorbereitung berücksichtigt nicht nur das individuelle Verhalten, sondern auch soziale Dynamiken und andere Wechselwirkungszusammenhänge und Intersektionen. Das trägt dazu bei, langfristig dein Risikoverhalten (im Straßenverkehr) zu reduzieren. 

MPU Schlich Bonn bereitet dich mit einer systemischen Perspektive und partizipativ auf deine MPU vor. Ich biete dir eine funktionierende und respektvolle Vorbereitung an. Erhalte so deinen Führerschein schnell zurück und behalte ihn dauerhaft. Bis bald, Christina! Bei deinen Fragen ruf mich an: 01745795652

MPU-Beratung

Weil sie eine erhöhte Unfallgefahr aufweisen. Die erhöhte Unfallgefahr bei jungen Fahrern resultiert aus Faktoren wie Unerfahrenheit, Risikobereitschaft, sozialen Einflüssen, Ablenkung durch Technologie, Alkohol- und Drogenkonsum sowie der noch nicht vollständig abgeschlossenen Gehirnentwicklung im Bereich der Risikoeinschätzung und Impulskontrolle. 

Eine umfassende MPU-Vorbereitung geht nicht nur die individuelle Fahreignung ein, sondern stärkt auch das Bewusstsein für soziale Einflüsse und Risikowahrnehmung. Die Schärfung des Verständnisses für soziale Dynamiken und Wechselwirkungen zielt darauf ab, langfristig das Risikoverhalten im Straßenverkehr zu reduzieren. Eine ganzheitliche Betrachtung und Vorbereitung auf die MPU geht über das individuelle Verhalten hinaus und bezieht den sozialen Kontext sowie diskriminierende Praxen und Intersektionen ein.

Quellen und weiterführende Posts zu Risikoverhalten im Straßenverkehr

Foto von Omar Lopez auf Unsplash

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